Von Para-X zu Circa Nos: Warum ich meinen Weg verändert habe
Hinter dieser Entscheidung steht kein spontaner Einfall, sondern ist wohlüberlegt.
Früher lag mein Schwerpunkt deutlich stärker im klassischen Ghosthunting, also der aktiven „Geisterjagd“. Heute spielt dieser Bereich nur noch eine untergeordnete Rolle.
Ich kann mich mit vielen meiner damaligen Ansichten, Methoden und Vorgehensweisen heute nicht mehr identifizieren. Deshalb halte ich es für wenig sinnvoll, Dinge weiter zu vertreten, von denen ich selbst nicht mehr überzeugt bin.
Nur weil man etwas früher gemacht hat, bedeutet das nicht automatisch, dass man es dauerhaft verteidigen muss. Ebenso wenig sehe ich einen Grund, mich an Erwartungen oder einen Mainstream anzupassen, bei dem es oft mehr um Sichtbarkeit, Klickzahlen und Marketing als um Inhalte geht. Für mich ist es deshalb wichtiger geworden, klar zu dem zu stehen, was ich heute wirklich vertrete, unabhängig davon, was gerade gut ankommt oder erwartet wird.
Ein weiterer Grund war auch die zunehmende Verwechslungsgefahr innerhalb der Szene.
Ich war eigentlich nie wirklich Teil der Szene – wurde aber trotzdem automatisch dort einsortiert.
Und natürlich landet man auch künftig wieder brav in der bekannten Schublade „Geisterjäger“. Erstaunlich, wie langlebig solche Internet-Etiketten sind. Selbst dann, wenn man mit der Ghosthunter Szene längst nichts mehr zu tun hat.
Aber gut: Schubladen sind bequem. Differenzierung ist halt anstrengender.
Mit ein Problem war auch, das der Name aber auch Inhalte einfach mal übernommen wurden, natürlich völlig zufällig, versteht sich. Auf die Frage nach dem „Warum“ gab es dann ungefähr so viele überzeugende Antworten wie kreative Ausreden. Namen wurden dabei ganz subtil variiert, fast so, als würde das irgendetwas verschleiern.
Und plötzlich entwickelte sich der Name „Para“ , wie überraschend , zu einer regelrechten Massenbezeichnung.
Irgendwann stellt sich die Frage, ob man diesen Zustand einfach hinnimmt, oder beginnt, klare Grenzen zu setzen. Ich habe mich für Letzteres entschieden.
Parallel dazu hat sich auch mein persönlicher Weg verändert. In den letzten Jahren habe ich mich intensiv mit theologischen, philosophischen und praktischen Fragestellungen beschäftigt und bin zum katholischen Glauben konvertiert. Diese Entwicklung prägt heute wesentlich meinen Blick auf paranormale Themen und deren verantwortungsvollen Umgang.
Der YouTube-Kanal Circa Nos setzte ganz bewusst nicht auf ein Influencer-Konzept. Mittlerweile wurde er allerdings eingestellt.
Die Gründe dafür habe ich schon im ersten Blogbeitrag erklärt, deshalb gehe ich hier nicht noch einmal darauf ein.
Gruß und Gottes Segen,
Udo
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