Papst trifft sich mit Exorzisten

Veröffentlicht am 4. April 2026 um 13:10

Papst empfängt Delegation von Exorzisten wegen wachsender Sorge über Okkultismus

Papst trifft sich mit einer Delegation von Exorzisten wegen des akuten Anstiegs von „Okkultismus“.

 

Kürzlich hat sich Papst Leo XIV. im Vatikan mit einer Delegation der Internationale Vereinigung der Exorzisten getroffen. Anlass war die Sorge über einen zunehmenden Einfluss okkulter Praktiken in der heutigen Welt.

Ich muss ehrlich sagen: Ich beobachte dieses Thema mit einer gewissen Spannung. Einerseits nehme ich wahr, dass die römisch-katholische Kirche es sehr ernst nimmt,  und das nicht ohne Grund. Andererseits frage ich mich auch, wie konkret und nachvollziehbar diese Entwicklungen tatsächlich sind, da viele Details öffentlich nicht wirklich transparent gemacht werden.

Die Priester sprachen von einer „zunehmend verbreiteten und schmerzlichen Situation“, in der Menschen durch okkulte Praktiken und das Wirken des Bösen Schaden erleiden. Das ist eine starke Aussage. Gleichzeitig bleibt für mich offen, wo genau diese Fälle auftreten und wie häufig sie wirklich sind. Hier würde ich mir persönlich mehr Klarheit wünschen.

 

Was ich allerdings nachvollziehen kann ist,  der Vorschlag, mehr Exorzisten in den Diözesen einzusetzen. Dabei denke ich nicht unbedingt sofort an dramatische Rituale, wie sie oft medial dargestellt werden. Vielmehr sehe ich darin auch eine Form von geistlicher Begleitung. Ein Befreiungsgebet oder seelsorgerliches Gespräch kann oft schon viel bewirken, ohne dass es ins Extreme gehen muss.

 

Dass Papst Leo XIV. den Dienst der Exorzisten als „notwendig“ bezeichnet hat, überrascht mich daher nicht. Trotzdem bleibt abzuwarten, ob er tatsächlich konkrete Schritte in diese Richtung einleiten wird.

Was mich gleichzeitig beschäftigt, ist die starke Kritik aus vielen modernen Gesellschaften. Dort wird Exorzismus oft als überholt oder sogar gefährlich angesehen, insbesondere wenn psychische Erkrankungen vorschnell als Besessenheit gedeutet werden. Und ja ,  dieser Einwand ist nicht einfach von der Hand zu weisen. Die Kirche selbst betont schließlich, wie wichtig die Unterscheidung zwischen psychischen und geistlichen Ursachen ist.

Und genau hier liegt für mich der entscheidende Punkt: Es geht um Unterscheidung. Nicht alles ist psychisch,  aber auch nicht alles ist automatisch geistlich oder dämonisch. Der christliche Glaube kennt den geistlichen Kampf, das steht außer Frage. Gleichzeitig braucht es Verantwortung, Erfahrung und auch Demut, um solche Dinge richtig einzuordnen.

Ich habe manchmal das Gefühl, dass die Debatte in zwei Extreme abrutscht: Entweder wird alles ins Lächerliche gezogen, oder es wird vorschnell dramatisiert. Beides halte ich für problematisch.

Für mich bleibt das Thema deshalb offen, aber wichtig. Ich werde es weiterhin aufmerksam verfolgen, weil es letztlich um grundlegende Fragen geht: Was ist das Böse? Wie wirkt es? Und wie geht der Mensch , gerade im Glauben  damit um?

 

Verführung funktioniert oft durch eine subtile Tarnung.

Gruß und Gottes Segen,
Udo